4 Gemeinsame Struktur der Metadatensätze

Für die Organisation von Metadaten kann man zunächst zwei verschiedene Strukturen unterscheiden:

Die Abbildung von IMDI und TEI auf DC zeigt, dass die flachen Strukturen auch in stark hierarchisierten Daten implizit vorhanden sind, weshalb bei der Organisation von Metadaten eine flache Liste von Attribut-Wert-Paaren und eine mögliche darüberliegende Hierarchisierung der Metdaten in Mikro- und Meso-Struktur unterschieden werden können. Abbildung 2 zeigt diese Unterscheidung. Die hell unterlegte Hierarchie stellt dabei die Meso-Struktur über die Datenkategorien der Metadaten dar, wohingegen die dunkler unterlegte Liste die Attribut Wert-Paare und damit die Mikro-Struktur der Medaten repräsentiert.

Für die Erfassung von Metadaten und für den Zugriff auf das Korpus über die Metadaten ist die Repräsentation der Mikro-Struktur entscheidend; für eine Kategorisierung von Metadaten im Metadatenkatalog dagegen enthält die Meso-Struktur zusätzliche Informationen über die Zusammenhänge der Kategorien.

Abbildung 2: Hierarchische und flache Strukturen bei Metadaten
\includegraphics[width=\textwidth]{metadatalex}

Die Definition der Metadaten repräsentiert diese Ebenen, indem die Mikro- und Meso-Struktur getrennt voneinander modelliert werden. Dabei kann man folgendes feststellen:

Der Zugang zu den Metadaten ist Teil der Makro-Struktur oder der Zugriffsfunktion (der ``Sicht'' auf die Metadaten). Traditionell kommt dieser Struktur im gedruckten Medium eine besondere Bedeutung zu, da die Präsentationsreihenfolge, also der Zugriff auf die Informationen für die Benutzbarkeit der Informationen, unmittelbar relevant ist; allerdings gilt das für computergestützte Datenbanken nur bedingt, da die Zugriffsfilter variabel zu definieren sind. Entsprechend wird hier nicht auf diese Struktur eingegangen.

Thorsten Trippel 2003-12-08