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Das Lexikon ist die zentrale Komponente jeder Sprachbeschreibung oder
jedes sprachverarbeitenden Systems.
Das mentale Lexikon wird als zentrale Komponente der menschlichen
Sprachverarbeitung angesehen.
Für weitergehende Informationen können die relevanten Kapitel
folgende Werke konsultiert werden (s. Literaturliste):
Gibbon & al. Hrsg. (1997), van Eynde & Gibbon, Hrsg. (2000),
Carstensen & al (2001).
- Eine Lexikon wird definiert als eine Menge von Lexemen.
- Ein Lexem ist ein sprachliches Zeichen, das aus einem Wortstamm und seinen grammatischen, semantischen und pragmatischen Eigenschaften besteht und eine Menge von Realisierungsformen (z.B. Flexionen) haben kann. (Auf diese Eigenschaften wird in späteren Abschnitten eingegangen.)
Aufgabe: Eine Definition des Begriffs lemma (Plural: lemmata) im WWW suchen!
Über diese Menge von Lexemen werden folgende Strukturen definiert:
- Mikrostruktur:
- Eine dem Lexem zugeordnete Attribut-Wert-Struktur, die die phonologischen, morphologischen, syntaktischen, semantischen usw. Attribute des Lexems darstellt.
- Macrostrktur:
- Eine Struktur, die die Anordnung der Lexeme im Lexikon definiert, etwa als Liste oder Tabelle, als Hierarchie, als Netzwerk.
- Mesostruktur:
- Eine in der Regel hierarchische Struktur, die Lexemklassen aufgrund von phonologischen, morphologischen, syntaktischen, semantischen Ähnlichkeiten der Lexeke definiert.
Aufgabe: Lexikonbeispiele im WWW suchen und ihre Strukturen beschreiben!
Es gibt viele Formen konkreter Lexika, beispielsweise:
- Das mentale Lexikon
- Buchlexika, in denen die Lexikonstrukturen auf eine lineare Seitenabfolge ``umgebrochen'' werden.
- Lexika als Karteien.
- Lexikondatenbanken im Internet oder auf CD-ROM.
- Lexika in Hypertextform (Hyperlexika), in denen die Lexikonstrukturen direkt als Hypertextstrukturen mit Navigationshilfen abgebildet werden.
Um diesen komplexen Sachverhalt zu erfassen wurde ein Modell entwickelt,
mit dem Lexika in allen ihren Eigenschaften beschrieben werden können,
das als Entwurfsgrundlage für die Implementierung von Lexikonsystemen
dienen kann, und vor allem zur Interpretation von linguistischen
Lexikontheorien dienen kann.

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Dafydd Gibbon, Wed Feb 12 10:50:41 MET 2003 Automatically generated, links may change - update every session.