Phonetiklabor der Universität Bielefeld
Universität Bielefeld - Fakultät für Linguistik und
Literaturwissenschaft
Die Vokale und ihre Formanten
Dies ist ein Spektrogramm der Äußerung "A, wie in 'baten'" (/a:#vi:#In#ba:$t@n/)
Im unteren rechten Fenster kann man das zum /a:/ gehörige Spektrum mit den Amplitudenmaxima lesen, die als dunkle Streifen im Spektrogramm auftauchen. Ein akustisches Spektrum ist eine graphische Darstellung eines typischerweise komlexen Sprach- oder Klangsignals. Beim Spektrum wird die Intensität (oder Amplitude) gegenüber der Frequenz dargestellt. Am resultierenden Graphen ist dementsprechend abzulesen, wie hoch die Amplitude an einer bestimmten Frequenz im Signal ist.
Am Spektrum sind ebenfalls die Formanten abzulesen. Die Formanten sind Maxima der Amplitude innerhalb bestimmter Frequenzbereiche, die dann im Spektrum als "Hügel" erscheinen. Beim /a:/ liegen diese Maxima recht nah beieinander.

Dies ist ein Spektrogramm der Äußerung "i, wie in 'bieten'" (/i:#vi:#In#bi:$t@n/)
Hier liegen der erste und der zweite Formant sehr weit auseinander, und zwar liegt der erste Formant (F1) bei ca. 200 Hz, F2 hingegen bei ca 2400 Hz.
Die Formanten stehen in einer Relation zueinander, die dem Vokaltrapez sehr ähnlich ist. Folgende Formanten stammen aus Messungen, die u.a. mit Hilfe von den oben abgebildeten Spektrogrammen gemacht wurden. Es sind lediglich Einzeldaten einer Sprecherin, und sie sollten daher nicht verallgemeinert werden.

Anregungen, Fragen oder Kommentare sind jederzeit willkommen unter folgender Adresse:
Zurück zum Anfang
wagner@spectrum.uni-bielefeld.de
Petra Wagner - Juni 1996